Der interaktionelle Ansatz in der Kognitionswissenschaft:
Wolfgang Tschacher, Christian Scheier
- 发表年份
- 2003
- 引用次数
- 6
摘要
Zusammenfassung. Seit der kognitiven Wende besteht eine enge Anlehnung der Psychologie an die Computertechnologie und die Künstliche-Intelligenz-Forschung. Der “computationalistische“ Ansatz geht von einer (meist sequenziell gedachten) Abfolge symbolischer Verarbeitungsschritte aus. Zwischen Wahrnehmung und Handlung werden “höhere“ Prozesse wie Kategorisierung, Gedächtnis und Planung angenommen. Solche Prozesse sind als eigenständige Module ohne direkte Schnittstelle zur Umwelt gedacht. Dieser Ansatz wird in der vorliegenden Positionsarbeit wegen seiner inhärenten fundamentalen Probleme kritisiert. Alternative Forschungsprogramme fordern eine Hinwendung zu Situiertheit und “embodiment“ von Kognition, die nicht unabhängig von Umwelt und Verhalten verstanden werden kann. Eine neue Methode dieser interaktionellen Sicht stellen autonome Agenten (Roboter) dar. Konsequenzen für die Psychologie werden herausgearbeitet, zunächst eine theoretische Konzeptualisierung autonomer Agenten basierend auf der Theorie dynamischer Systeme und Synergetik. Kognition wird als komplexes System vieler sensomotorischer Schleifen konzipiert; kohärente und adaptive Wahrnehmungs-Handlungsprozesse emergieren unter Einwirkung von Affordanzen. Anhand von Beispielen aus der angewandten Psychologie wird gezeigt, dass diese Perspektive zu neuen Forschungsfragen und Erklärungsansätzen für empirische Befunde führt.
关键词
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