Untersuchungen zur Adäquatheit des Postulats einer antizipativen Verhaltenssteuerung zur Erklärung von Verhalten mit ACSs
Wolfgang Stolzmann
- Year
- 1998
- Citations
- 3
Abstract
Hoffmann (1992) formuliert einen hypothetischen Lemmechanismus zur Konstruktion verhaltenssteuemder Antizipationen. Dabei handelt es sich um einen S-R-S-artigen Lemmechanismus, der mittels Antizipation lernt. Es läßt sich die Kritik formulieren, daß für S-R-Smügt Lemmechanismen Antizipation überflüssig ist, da man in emer Situation S2 die zuletzt ausgewählte Handlung R und deren Ausgangssituation Si zu einer S 1 -R-S 2 -Verbindung zusammenfassen kann und dazu keine Antizipation benötigt. Diese Kritik soll entkräftet werden, indem gezeigt wüd, daß ein solches Vorgehen keüieswegs einfacher ist als mittels Antizipation zu lernen. Dazu wüd zunächst der von Hoffinann vorgeschlagene Lemmechanismus einer antizipativen Verhaltenssteuerung vorgestellt imd über dessen Weiterentwicklung zu einem Lemalgorithmus fiir Classifier Systems berichtet. Classifier Systems, die mittels antizipativer Verhaltenssteuerung lernen, werden antizipative Classifier Systems oder kurz ACSs genannt. Im Anschluß daran wüd eine Lemaufgabe für Roboter vorgestellt und nüt ACSs bearbeitet. Diese Lemaufgabe wurde ursprünglich mit einem anderen Lemalgorithmus simuliert, der sich dadurch auszeichnet, daß er mit konkreten S-R-S-Verbindungen startet und keine Antizipationen verwendet. Die oben formulierte Kritik, Antizipation sei für S-R-S-artige Lemalgorithmen überflüssig, soll schließlich dadurch entkräftet werden, daß dieser Lemalgorithmus mit ACSs vergüchen wüd. Dabei soll der algorithmische Aufwand ein Maß für die Adäquatheit der Lemalgorithmen sein.
Keywords
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